Wie wirkt Hypnose
Das Bewusstsein
Wir verfügen über zwei Bereiche unseres Verstandes: den bewussten und den unbewussten Teil, oft auch als Bewusstsein und Unterbewusstsein bezeichnet.
Dein bewusster Verstand ist der analytische und kritische Teil deines Denkens. Er hilft dir, logisch nachzudenken, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung für die Dinge zu übernehmen, die dir bewusst sind. Mit seiner Hilfe kannst du Situationen rational bewerten und bewusst zwischen „Ja“ und „Nein“ unterscheiden.
Die Funktionsweise unseres Unterbewusstseins
Das Unterbewusstsein ist der Teil deines Verstandes, der sich im Hintergrund um all die Dinge kümmert, die ganz von allein ablaufen. Es sorgt dafür, dass du atmest, blinzelst oder lächelst – alles ohne bewusst darüber nachdenken zu müssen.
Dein Unterbewusstsein speichert jede einzelne Erfahrung, die du jemals gemacht hast. Vom ersten Moment im Mutterleib bis zu dem Augenblick, in dem du diese Zeilen liest, hat es alle Eindrücke, Erlebnisse und Emotionen wie in einer riesigen Datenbank abgelegt. Alles, was du jemals gesehen, gehört, gefühlt oder gelernt hast, ist dort gespeichert, auch wenn es dir nicht bewusst ist.
Dank dieser Informationen kannst du Gewohnheiten wie Gehen, Sprechen oder Schnürsenkel binden ausführen, ohne sie jedes Mal neu lernen zu müssen. Dein Unterbewusstsein greift automatisch auf diese Daten zurück, wenn es eine Reaktion steuern muss. Oft merkst du gar nicht, warum du auf eine bestimmte Weise reagierst – es passiert einfach.
Wenn ein bestimmter Reiz oder eine bestimmte Situation auftritt, kann dein Unterbewusstsein dich unbewusst in das gleiche Alter und den emotionalen Zustand zurückversetzen, in dem du zum ersten Mal so reagiert hast. Dabei handelt es jedoch mit all der Erfahrung, die du seitdem gesammelt hast.
Genau diese gespeicherten Muster bestimmen viele deiner alltäglichen Handlungen und Reaktionen. Vielleicht hast du dir als Kind etwas angewöhnt, wie das Nägelkauen, oder eine Angst entwickelt, ohne zu wissen, wann es begann. Oft entstehen solche Verhaltensweisen aus kleinen, scheinbar unbedeutenden Erlebnissen, die sich über die Zeit verstärken. Dein Unterbewusstsein wird mit jeder Wiederholung besser darin, diese Muster auszuführen, egal ob sie positiv oder negativ sind.
So entwickeln sich mit der Zeit Gewohnheiten – manche dienen uns, andere nicht. Wenn du zum Beispiel immer wieder ähnliche Erfahrungen mit Frustration gemacht hast, kann dieser Ärger größer und intensiver werden, weil dein Unterbewusstsein diese Reaktion perfektioniert. Das Gleiche gilt für Ängste, Druck oder Traurigkeit. Oft wird das Verhalten, das einmal gelernt wurde, mit der Zeit stärker, ohne dass du bewusst Einfluss darauf nimmst.
Auch deine Überzeugungen – etwa in Bezug auf Essen, Bewegung oder Beziehungen – sind erlernt. Sie kommen aus deinem Umfeld, deiner Familie, Büchern oder anderen Quellen. Nichts davon ist angeboren. Selbst Gewohnheiten wie das Zähneknirschen, unruhiger Schlaf oder übermäßiges Essen sind Muster, die dein Unterbewusstsein irgendwann aufgenommen hat.
Das Gute ist: Alles, was erlernt wurde, kann auch wieder verändert werden. Mit der richtigen Unterstützung kannst du neue, positive Verhaltensweisen entwickeln und alte, hinderliche Muster loslassen.
Du bist genug – so wie Du bist, hier und jetzt!